Sonntag, April 16, 2017

Tignes, Frankreich, 08.-16.04.2017

Daten:
Ort:           Tignes, Frankreich
Datum:     08.04. bis 16.04.2017
Airline:     Auto
Hotel:       Chalet  „La Galise“, Tignes Val Claret, Les Chartreux / Best Western International, Annecy


Bericht:

Tignes im 15. Jahr in Folge, alleine das ist schon einen Reisebericht wert. Seit 2005 sind wir nun auch schon zum 13. Mal in unserer Ferienwohnung La Galise in Tignes. Der kleine Ortsteil Chartreux hat für uns mit seinen wenigen kleineren Häusern einen besonderen Charme. Die tolle Lage direkt vor dem zugefrorenen See mit Blick auf die Berge und dazu noch die Sonnenterrasse vor der Ferienwohnung bieten Erholung und Ruhe nach einem sportlichen Tag auf den Skipisten.

Fangen wir aber erst einmal mit der Anreise nach Tignes an. Traditionell starten wir früh gegen 5 Uhr morgens um gegen 9 Uhr eine große Pause bei einem Frühstück im Fallerhof zu genießen. Der zweite Stopp folgt dann am Autobahnrasthof Rose de la Broye in der französischen Schweiz. Kurz vor dem Ziel in den Bergen wird im letzten größeren Ort, Bourg-Saint-Maurice, in dem Supermarkt Super U noch einmal eingekauft. Hier gibt es eine größere Auswahl an Produkten und günstigere Preise als in den kleinen Sherpa-Lebensmittelgeschäften in Tignes.

In Tignes konnten wir noch einmal die Möglichkeit von kostenlosen Parkplätzen in Tignes 1800 nutzen. Aufgrund von geplanten Baumaßnahmen könnte sich die Parkplatzsituation allerdings in den kommenden Jahren verändern. Warten wir es mal ab. In Tignes Val Claret oder le Lac kosten die Parkplätze 80 Euro pro Woche.

In dem großen Skigebiet von Tignes gibt es immer wieder kleine Veränderungen. So wurden an mehreren Stellen kurze alte Sessellifte durch Förderbänder in Tunnelröhren ersetzt. Es gab auch bei den Sesselliften Modernisierungsmaßnahmen, die sich allerdings wohl auch leider auf den Liftpreis auswirken. Nach den stetigen Erhöhungen der letzten Jahre ist der Skipass – inkl. dem Rabatt der Tignescard - von 223,50 Euro im Jahr 2013 auf mittlerweile 264,00 Euro für 6 Tage gestiegen. Die Tignescard ist 3 Jahre gültig und kann online für 10 Euro bestellt werden. Den Kaufpreis hat man bereits im ersten Jahr wieder raus und man braucht sich in Tignes an keiner Kasse mehr anstellen.

Eine Neuerung bei dem Skipassangebot sind sogenannte Ski-Start-Tage. Am ersten Tag soll man als Anfänger die Gratis-Sessellifte in den Orten benutzen, am zweiten Tag gibt es dann ausgewählte längere Sessellifte gratis und am dritten Tag kann man mit einem 1-Tagesskipass auf blauen Pisten starten. Die Skilifte sind jeweils mit Schildern Ski Start 1-3 gekennzeichnet.

Die Buchung der Ferienwohnung haben wir im Internet über Interhome bereits 1 Jahr im Voraus getätigt. Dann gibt es einen 10% Frühbucherrabatt. Seit letztem Jahr gibt es kostenlos WLAN bei Buchung unserer Wohnung über Interhome. Man erhält eine kleine Box mit einer SIM-Karte und kann dann in LTE-Geschwindigkeit seine Geräte ins Internet bringen.

Unsere Snowboards wachsen wir immer selbst, allerdings mussten die Kanten dringend auch mal geschliffen werden und ich hatte ein paar größere Macken im Belag. Bei Intersport in Tignes Val Claret gibt es den Skiservice über Nacht. Wenn man sein Board bis 19 Uhr am Abend hin bringt bekommt man es am nächsten morgen ab 8 Uhr zurück. Der Service war sehr gut ausgeführt. Ein einfacher Service mit Wachsen und Kanten schleifen kostet 26 Euro, mit zusätzlichem Belag abschleifen 35 Euro und der Komplettservice 45 Euro.

Ansonsten haben wir unten bei den Links ein paar gute Restaurants auf oder neben der Piste aufgeführt. Diese können wir aufgrund des guten Preis-Leistungsverhältnisses und der Lage jedem empfehlen.

In diesem Jahr wollte ich mir gerne einmal mit einem Ultraleichtflieger die Skipisten von oben anschauen. Immer wieder beobachtete ich die Flieger in der Luft und als ich mich schließlich dazu entschlossen hatte hin zu gehen, war es leider zu spät. Aufgrund des sonnigen Wetters waren alle Flugtermine bis zum letzten Tag unserer Woche ausgebucht. Wer also dieses Abenteuer wagen möchte, sollte gleich an einem der ersten Tage auf die Piloten zugehen.

Nach 6 fast ausschließlich sonnigen Tagen ging es dann wieder zurück. Wir hatten super Schneeverhältnisse für die 2. Aprilwoche und dazu noch perfektes Wetter. So viel Glück hatten wir schon länger nicht gehabt. Im Ort selbst lag anfangs um 1 Meter Schnee und am Ende noch um die 55 cm. Auf den Pisten war aber überall noch ausreichend Schnee vorhanden und die Pistenraupen hatten jeden Abend alles bestens präpariert.

Am Abreisetag frühstückten wir noch gemütlich und fuhren dann gegen 9:30 Uhr los. Am letzten Tag sollte man unbedingt beachten, dass alle Sachen aus der Spülmaschine ausgeräumt sind und auch ansonsten alles in den Schränken eingeräumt ist. Die Decken sind ebenfalls in den Schränken zu verstauen und den Müll sollte man zur Tonne an der Straße gebracht haben. Wer diese Regeln nicht einhält muss mit einer Abbuchung von 30 Euro durch Interhome rechnen.
Wie in den letzten beiden Jahren hatten wir eine Zwischenübernachtung in Annecy  von Samstag auf Sonntag gebucht. Die Straßen aus dem Skigebiet heraus waren für das Osterwochenende relativ frei, nur bei Bourg-Saint-Maurice  und am Ende kurz vor dem See von Annecy standen wir doch noch im Stau. Für die 120 km bis Annecy brauchten wir knappe 3 Stunden.

In Annecy konnten wir dann auf einem öffentlichen Parkplatz gleich in der Nähe von dem von uns gebuchten Hotel Best Western International unser Auto abstellen. Ab 18 Uhr ist das Parken kostenlos, bis dahin kostet die Höchstparkdauer von 2 Stunden 2 Euro. Da wir nach dem Check-Inn erst einmal zum Mittagessen ins Zentrum der Altstadt liefen und anschließend noch einmal zurück kamen passt es ganz gut mit der Parkdauer, die wir dann noch einmal mit einem neuen Ticket um 2 Stunden verlängerten. Wir hatten in diesem Jahr das Zimmer Nr. 7 im 7. Stock mit einem kleinen Balkon und Ausblick auf die Berge. Die Zimmer im Hotel sind sehr komfortabel und für französische Verhältnisse auch recht groß und gut ausgestattet.
Morgens gibt es ein tolles Frühstücksbuffet und das alles für nur rund 41 Euro die Nacht pro Person. Abends gibt es viele sehr schöne Restaurants mit Spezialitäten aus der Gegend. Ab 19 Uhr wird es allerdings schwer noch einen freien Tisch ohne Reservierung zu finden. Wir hatten daher bereits um 18.30 Uhr einen freien Tisch im schönen Restaurant La Rôtisserie De Thiou besetzt. Die lokalen Gerichte waren hier wirklich sehr lecker und nicht zu teuer.

Und so endete dann schließlich auch unsere 15. Snowboardwoche in Frankreich mit einem tollen letzten Tag im wunderschönen Annecy. Auf der Rückfahrt machten wir noch einmal am Fallerhof bei Freiburg halt und gönnten uns am Ostersonntag ein leckeres Essen.


Tipps & Links:

Weitere Bilder und Infos zu Tignes gibt es in unseren älteren Berichten der Vorjahre:

flieg-raus.de Tignes 2006
flieg-raus.de Tignes 2007
flieg-raus.de Tignes 2008
fliegraus.de Tignes 2009
fliegraus.de Tignes 2011
fliegraus.de Tignes 2015
fliegraus.de Tignes 2016


Was der Skiort Tignes alles zu bieten hat, Wetterinformationen, Buchungsmöglichkeiten für Ferienwohnungen und vieles mehr bietet die offizielle Seite von Tignes. Leider ist sie nur auf französisch und englisch voll funktionsfähig:

www.tignes.net


Unsere Ferienwohnung haben wir über die Seite von Interhome gebucht. Für die Woche im April 2017 hatten wir aufgrund des Frühbucherrabattes in Höhe von 10% nur 876,00 € bezahlt. Die Endreinigung in Höhe von 13 Euro/ Person und Kurtaxe von rund 6 Euro/ Person werden noch bei Anreise extra vor Ort bezahlt. Bei der Buchung wird sofort eine Anzahlung von 30% fällig, die restlichen 70% müssen 1 Monat vor Reisebeginn bezahlt werden. Der Preis ist erfreulicherweise in den letzten Jahren gleich geblieben und für eine Ferienwohnung der Größe in Tignes günstig. Gratis WLAN gibt es neuerdings zusätzlich bei Buchung der Ferienwohnung über Interhome.

www.interhome.de


Die Tignes-Card ist der Skipass von Tignes für das gesamte Skigebiet, der auch online von zu Hause aus gebucht und aufgeladen werden kann. Dann kann man am ersten Tag ohne Wartezeit an den Kassen gleich loslegen. Die Tignes-Card ist 3 Jahre gültig und kostet einmalig 10 Euro Bearbeitungsgebühr und wird einem kostenlos nach Hause geschickt. Trotz der Tignescard kostete der 6 Tages-Skipass 2017 stolze 264,00 €. Leider gibt es fast jedes Jahr eine Preisanpassung um rund 3 Prozent.

www.skipass-tignes.com


Wir hatten unsere Snowboards gleich am Abend der Ankunft zum Service gebracht, da die Kanten dringend geschliffen werden mussten. Bei Intersport in Val Claret kann man die Bretter abends hin bringen und bekommt diese am nächsten Morgen zurück. Der Service war gut und professionell:

www.ski-hire-intersport-tignes.co.uk


Sollte die Gondelbahn zum Grande Motte auf 3.456 m noch nicht ausreichend hoch sein, dann kann man mit einem Ultraleichtflieger auch über die Berge hinweg fliegen. Gleich neben dem Einstieg zum Sessellift Grattalu gibt es eine kleine Landebahn und ein Häuschen mit 2 Fliegern. Ein 20-minütiger Rundflug kostet 80 Euro. Bei sonnigem Wetter sollte man allerdings mehrere Tage im Voraus buchen, ich hatte mich leider zu spät entschieden zu fragen.

http://tignesairexperience.com


Eine günstige und gute Skihütte für die Mittagspause ist das Restaurant Les Marmottes im Skigebiet von Val’d Isere, unmittelbar oberhalb des Lifteinstieges zum Borsatexpress.

les-marmottes-restaurant


Ebenfalls eine sehr gute Skihütte mit super Preis-Leistungsverhältnis ist La Cascade welche sich direkt am Ende des Gletschers von Val d’Isere befindet.

la-cascade-restaurant-le-fornet


Eine der besten Pizzas und auch ansonsten gehobene französische Küche gibt es in dem guten Restaurant L’Armailly in Tignes Les Brevieres auf 1550 m. Die Terrasse bietet bei sonnigem Wetter viel Platz:

www.armailly.com/


Die Partyhütte auf den Bergen die seit einigen Jahren wohl am beliebtesten ist, ist La Folie Douce. Das große Restaurant mit Partyterrasse befindet sich direkt am Ende der Gondelbahn Daille, aus La Daille kommend. Bei Sonnenschein ist die Terrasse überfüllt und selbst am Berg sitzen viele im Schnee und beobachten das Spektakel.

www.lafoliedouce.com


Wer gerne unterwegs eine Frühstückspause einlegen möchte kann dies kurz vor der Schweizer Grenze im Fallerhof zu einem günstigen Preis von nur 11 Euro pro Person  machen. Bei der Rückreise gab es auch noch Ostermenüs und Spargelgerichte:

www.fallerhof.de


Die Vignette für die Schweiz kann man einfach bei der eFiliale der deutschen Post im Internet für 38,50 Euro bestellen:

www.efiliale.de


Der Rasthof Rose de la Broye in der Schweiz ist wirklich gut und liegt ideal für eine Pause:

www.lully01.ch/


Wer gerne auf der langen Rückreise einen Zwischenstopp einlegen möchte, dem können wir den Lac Annecy hierfür empfehlen. Der wunderschöne Bergsee liegt nur ca. 2-3 Stunden (je nach Verkehr am Samstag!) von Tignes und 120 km entfernt und bietet mit dem Ort Annecy ein tolles Ziel für einen Tagesausflug. Übernachtet haben wir in Annecy im Best Western Hotel International direkt in der Nähe vom Zentrum. Im Internet haben wir ein günstiges Angebot von E-Hotel für eine Nacht im Doppelzimmer inkl. Frühstück für 41,61 Euro je Person gebucht. Das Hotel war wirklich sehr gut, sauber und hatte schöne Zimmer und ein reichliches Frühstücksbuffet am Sonntagmorgen. Unser Zimmer in der 7. Etage hatte einen kleinen Balkon mit Blick auf die Berge. Parken kann man in der Nähe auf einem öffentlichen Parkplatz, der ab 18 Uhr gebührenfrei ist. Die besten Hotelpreise kann man auch über die Seite von unserem Reisebüro herausfinden und auch direkt dort buchen:

www.bestwestern-hotel-annecy.com
www.ehotel.de
toller-urlaub.de


In Annecy gibt es viele schöne und gute Restaurants. Wir hatten uns am Abend für das Restaurant La Rôtisserie De Thiou entschieden und dort sehr lecken die lokalen Spezialitäten der savoyischen Küche genossen. Der Ort Annecy bietet aber noch viel mehr als nur gute Restaurants. Am besten informiert man sich vorab schon auf der Seite des Tourismusbüros:

www.larotisseriedethiou.fr
https://de.lac-annecy.com/

Sonntag, Februar 05, 2017

Ellmau, Wilder Kaiser, Österreich, 01.-05.02.2017

Daten:
Ort:           Ellmau, Wilder Kaiser, Österreich
Datum:     01.02. bis 05.02.2017
Airline:     Auto
Hotel:        Stay2Munich *** / Brenneralm ****

Bericht:

Zwischen den Weihnachts- und den Faschingsferien ist die ideale Zeit für eine langes Wochenende in den Bergen. Nachdem wir uns im letzten Jahr für eine langes Wochenende auf einer sehr schönen Alm im Pitztal entscheiden hatten wählten wir in diesem Jahr eine Alm im Skigebiet Wilder Kaiser. Das größte Skigebiet Österreichs liegt nur ca. 1 Stunde südlich von München und bietet mit 284 km Pisten und 90 Bergbahnen reichlich Abwechslung und Pistenvergnügen.
Unsere Reise ging bereits am Mittwoch nach der Arbeit los. Für die Zwischenübernachtung hatten wir uns das Hotel Stay2Munich, südlich von München in Brunnthal, ausgesucht. Das Hotel liegt ideal für eine Weiterfahrt in den Süden, gleich in der Nähe von 2 Autobahnen. Wichtig für uns war neben einer 24-Stunden geöffneten Rezeption ein gutes kostenloses Frühstücksbuffet für den Start in den nächsten Tag und kostenlose Parkplätze direkt vor dem Hotel. Die Zimmer waren sehr schön und modern eingerichtet mit angenehmen Betten. Das Hotel können wir sehr gut Weiterempfehlen.

Am nächsten Morgen ging es dann staufrei über die A93 bis Kiefersfelden und die restlichen 24 km über die österreichischen Bundesstraßen nach Ellmau. Eine Vignette benötigt man bereits ab der Grenze für die Autobahnen, selbst für die 6 km Autobahn A12 bis Kufstein Süd. In Ellmau kauften wir dann noch schnell etwas ein für unsere Ferienwohnung und dann führte uns die Straße Hausberg den Astberg hinauf bis zur Brenneralm. Da die Straße nur teilweise geräumt wird und zudem dreimal die Skipiste überquert benötigt man vor allem für die letzten 2-3 Kilometer unbedingt Schneeketten. In der Alm konnten wir dann bereits gegen 11 Uhr unser Appartement beziehen und anschließend fuhren wir dann über die rote Abfahrt nach Ellmau zur Liftstation, um uns einen Skipass zu kaufen. Ab 12 Uhr gibt es eine 2,5 Tageskarte für 118,50 €.

Bei sonnigem Wetter hatten wir an den Hängen von Scheffau tolle Abfahrten. Die Wartezeiten an den Liften sind sehr gering, da es sehr viele verschiedene Liften und Abfahrten in dem großen Skigebiet gibt. Die meisten Abfahrten sind einfach bis  mittelschwer und somit auch für Anfänger geeignet. Sehr positiv empfanden wir auch die Anzahl an gemütlichen Skihütten mit teils toller Aussicht und sehr leckerem günstigen Essen. Die Skipisten waren vielfach durch Schneekanonen unterstützt in einem super Zustand. Nach einigen sehr schönen Abfahrten ging es dann zurück zum Astberg, an dem unsere Brenneralm liegt. Am Astberg sind eher ältere Liftanlagen und auch nicht so schöne Abfahrten wie im übrigen Skigebiet.

Am Abend packten wir unsere Snowboards dann in den Skiraum, welcher gleich gegenüber der Sauna und wenige Meter von unserem Appartement Scheffauer im EG entfernt liegt. Leider hat der Skiraum keine Heizung für die Skischuhe, ansonsten ist er gut ausgestattet. Die Sauna bietet Platz für maximal sechs Personen und kann von außen programmiert werden. Große Handtücher gibt es im Saunaraum ebenso wie eine Dusche, nur einen Ruheraum gibt es nicht. Da die Zimmer ja nur wenige Schritte entfernt liegen macht dies nichts.

Am nächsten Morgen gab es dann in einem Frühstücksbeutel an unserer Tür frische Brötchen, die allerdings wohl auch nur von der Alm aufgebacken wurden. Den Brötchenservice kann man am Vorabend bestellen. Wir hatten den Service nur am ersten Tag genutzt und anschließend dann eigene Brötchen in dem Ofen unserer voll ausgestatteten Küche aufgebacken.

Insgesamt hatte uns das Skigebiet mit seinen überwiegend sehr schönen Pisten, tollen Aussichten auf die umliegende Bergwelt und gemütlichen Almen sehr gut gefallen. Die Brenneralm bietet eine tolle Aussicht auf den Wilden Kaiser mit seinen 2344 m, ansonsten liegt uns die Alm jedoch zu weit abseits, als dass man beispielsweise auch mal mittags zur Hütte fahren könnte. Zudem ist der Tagespreis für das Appartement Scheffauer mit 229 €/ Nacht ziemlich teuer, da der Preis ohne Verpflegung und ohne die Endreinigung und Ortstaxe ist. Zum Wilden Kaiser kommen wir aber sicher noch einmal für ein langes Wochenende wieder zurück. Allerdings suchen wir uns dann eher eine Übernachtung in Scheffau oder Brixen im Thale, von wo aus man ideal überall ins Skigebiet hinkommt.


Tipps & Links:

Das Skigebiet Wilder Kaiser befindet sich nahe der Grenze zu Deutschland und ist  mautfrei über die Bundesstraße 171 ab Autobahnabfahrt A93 Kiefersfelden zu erreichen. Leider gilt die Sonderregel nicht mehr, dass man über die österreichische Autobahn A12 bis Kufstein mautfrei fahren darf. Ab Kiefersfelden (Deutschland) sind es bis ins Skigebiet nach Ellmau aber nur 24 km. Wer für 8 km Autobahn lieber eine 10-Tages-Vignette für 8,60 € kaufen möchte kann dies natürlich auch machen.
Das größte Skigebiet Österreichs bietet mit seinen 284 Pistenkilometern und 90 Bergbahnen super viele Möglichkeiten und Abwechslung. Die Pisten wie auch die Hütten im Skigebiet sind spitze. Trotz einer eher niedrigen Höhe von 700 bis 1.800 m über dem Meeresspiegel waren die Pisten in einem überwiegend sehr guten Zustand, teilweise allerdings auch aufgrund des Einsatzes von Schneekanonen. Toll sind die vielen Verbindungsmöglichkeiten mit überwiegend modernen Sesselliften. So kann man von einem Ort zum nächsten über die Bergspitzen schaukeln. Mehr Informationen gibt es auf der Seite im Internet:

www.wilderkaiser.info


Die Brenneralm liegt eher am Rande des großen Skigebietes auf ca. 1.200 m Höhe an der roten Hausbergabfahrt des Astberges. Über Ellmau kann man die Hütte auch im Winter mit Schneeketten erreichen. Die Zufahrt zur Hütte ist überwiegend asphaltiert, allerdings muss man auch an drei Stellen die rote Hausbergabfahrt durch den Schnee kreuzen. In dem Haupthaus gibt es auf 2 Ebenen 6 großzügig eingerichtete Appartements mit 63 bis 204 m2 Wohnfläche. Die Ausstattung ist recht neu und modern. Besonders der Blick von dem Balkon auf den wilden Kaiser ist super. Die Zimmermieten pro Tag sind allerdings recht teuer und lohnen sich nur bei mehreren Personen. Aufgrund der nicht so günstigen Lage der Alm am Rand des Skigebiets mit der nicht so angenehm zu fahrenden Hausbergabfahrt empfanden wir die Preise für die Übernachtung als zu teuer.

www.brenneralm.at


Wir hatten auf dem Weg nach Österreich unterwegs noch übernachtet, da wir bereits am Mittwoch nach der Arbeit los gefahren waren. Damit wir am Donnerstagmorgen nicht in den Münchner Berufsverkehr kommen wählten wir ein Hotel im Süden von München im Stadtteil Brunnthal. Das Hotel Stay2Munich liegt ideal für eine Weiterfahrt in Richtung Süden zwischen den Autobahnen A99 und A8. Weiterhin gibt es eine 24 Stunden geöffnete Rezeption, gemütliche Zimmer sowie ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Kostenlose Parkplätze gibt es vor dem Hotel oder in der Tiefgarage. Für eine Zwischenübernachtung empfanden wir die Hotelwahl als ideal. Der Preis wurde durch einen 20€ Gutschein von Hotel.de auf 82 € die Nacht für 2 Personen inkl. Frühstücksbuffet reduziert.

www.stay2munich.de/de
www.hotel.de



Sonntag, November 20, 2016

Paris, Frankreich, 19.-20.11.2016

Daten:
Ort:          Paris, Frankreich
Datum:    19. bis 20.11.2016
Airline:    Eurowings
Hotel:      Privat

Bericht:

Paris ist immer eine Reise wert sagt man – und das stimmt auch! Nachdem wir zuletzt vor über 12 Jahren in Paris ein Wochenende verbrachten wollten wir mal wieder der schönen Metropole einen Besuch abstatten. Mit Eurowings ist man in nur 1 Stunde ab Düsseldorf in Paris. Wir hatten rund 1 Monat vor Abflug bei einer Aktion unsere Flüge gebucht und durch unsere gesammelten Boomerangpunkte war der Ausflug nach Paris besonders günstig. Durch den frühen Abflug in Düsseldorf waren wir zwar bereits um kurz nach 8 Uhr am Morgen in Paris am Flughafen, allerdings mussten wir auch mit dem Auto nach Düsseldorf fahren und dort 49 Euro für das Parken am Wochenende bezahlen. Wer später fliegt kann auch gut mit der Bahn zum Flughafen anreisen. In Paris nutzen wir direkt die öffentlichen Verkehrsmittel ab dem Flughafen Charles de Gaulles. Eurowings landet im Terminal 1. Mit einem Flughafenbus fährt man dann bis zum Terminal 3 und steigt dort aus. Im Terminal 3 gibt es dann die Möglichkeit an einer Touristeninformation einen Paris Visite Pass zu kaufen, der direkt ab dem Flughafen gültig ist und für 2 Tage gilt. Der Pass für 5 Zonen kostet allerdings auch 41 Euro pro Person und ist damit nicht wirklich günstig. Da eine Einzelfahrt nach Paris mit dem Zug auch um die 11 Euro kostet und man in Paris schnell mit der Metro umher fahren kann hatten wir uns für den Pass entschieden. Im Terminal 3 fahren dann regelmäßig alle 10-20 Minuten Züge (RER = Reseau Express Regional) der Linie B bis ins Zentrum von Paris zur Station Chatelet des Halles. Die Fahrt dauert nur ca. 30 Minuten. Der Paris Visite Pass hat einen Magnetstreifen und wird bei jedem Eintritt in die Metrostationen an den Schranken benötigt, daher gut verwahren.

Wir hatten wunderschönes Wetter am Samstag und konnten so viel zu Fuß erkunden. Die schönste Strecke ist entlang der Seine. Hier bekommt man sehr viele schöne Gebäude von Paris zu sehen und sogar der Eiffelturm ist in der Entfernung teilweise zu sehen. Am Palais Royal Musee du Louvre entspannten wir auf Stühlen an einem schönen Springbrunnen und genossen die Sonne. Zum Mittagessen hatten wir uns nur eine Kleinigkeit geholt und zwischendurch an der Avenue des Champs-Elysees einen Cappuccino getrunken. Vermutlich war es einer der teuersten Kaffeegetränke die ich bisher getrunken hatte. Für stolze 8 Euro gab es zumindest noch einen kleinen Keks dabei. Die Preise im Zentrum von Paris sind unglaublich hoch. Allerdings gibt es bereits etwas außerhalb vom direkten Zentrum schöne kleine Restaurants mit annehmbaren Preisen. Abends suchten wir uns dort ein nettes Restaurant wo wir sehr lecker und zu normalen Preisen essen konnten. Durch unser Metroticket waren wir immer schnell unterwegs. Die besten Restaurants in der Nähe findet man über Tripadvisor, am einfachsten mit der App.

Am Abend hatten wir uns den schön beleuchteten Eiffelturm angeschaut. Der beste Ort hierzu ist am Ende des Champ de Mars, an den Treppen zur Militärschule École Militaire. Ebenfalls wunderschön war die Dekoration in der Einkaufsgalerie Lafayette. Unter der schönen Kuppel mitten im Gebäude war ein riesiger Weihnachtsbaum mit viel Deko aufgebaut. Den besten Überblick über Paris hat man vom Sacre-Coer aus. Unten an der Straße mit den Metrostationen gibt es auch sehr viele und günstige Souvenirgeschäfte.

Das Wochenende ging wieder einmal viel zu schnell um, aber es war wirklich sehr schön! Unser Rückflug am Sonntag war erst um 20:25 Uhr, so dass wir noch bis zum Nachmittag im Zentrum von Paris bleiben konnten. Bei der Rückreise sollte man immer bedenken, dass der Flughafen Charles de Gaulle sehr groß ist und man lange Wege innerhalb des Flughafens zurück legen muss, bis man an seinem Gate ist. Auch die Sicherheitskontrollen sind dort genau. Daher nicht zu knapp die Rückreise einplanen.


Tipps & Links:

Unseren Flug hatten wir relativ kurzfristig rund 1 Monat vor Abflug im Oktober  gebucht. Bei Eurowings gibt es immer wieder Aktionen, bei denen auch kurzfristig Flüge sehr günstig angeboten werden. Unsere Urlaubsflüge buchen wir ja meist weit im Voraus, da die Preise bei Flugplaneröffnung am besten sind. Für einen Citytrip am Wochenende kann man aber auch kurzfristig günstige Flüge buchen. Zusätzlich hatten wir bei dem Hinflug auch noch einen Prämienflug mit Boomerangs gebucht. Dann bezahlt man nur die Steuern und Gebühren. Wer öfters mit Eurowings fliegt sollte sich in dem Bonusprogramm einfach anmelden. Am besten wird man über den Newsletter von Eurowings über günstige Flüge informiert:

www.eurowings.de


Unser Abflug ab Düsseldorf war bereits um 7:10 Uhr, so dass uns die Fahrt mit der S-Bahn zum Flughafen zu Umständlich war. Leider gibt es so früh am Wochenende noch keine guten Verbindungen mit der Bahn. Mit dem Auto muss man für die Parkplätze direkt am Terminal sehr viel Geld bezahlen. Günstiger sind die Langzeit-Spar-Angebote am Flughafen von Parkvogel. Diese sind allerdings auch nur für längere Standzeiten ab 1 Woche attraktiv. Am besten vergleicht man für seinen eigenen Flug die beste Anreisemöglichkeit im Internet:

www.parkvogel.de
www.dus.com
www.vrsinfo.de


Am Flughafen in Paris angekommen gibt es noch im Terminal eine Touristeninfo, an der man direkt einen Touristenpass für 41 Euro kaufen kann, der für das Wochenende (2 Tage) die unbegrenzte Nutzung von den öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglicht. Es gibt auch eine Version als Paris-Pass, der zusätzlich noch freien Eintritt oder Rabatte bei Museen bietet. Dieser hat aber nur die Zonen 1-3 bei den Verkehrsmittel inkludiert und nicht die Fahrt ab dem Flughafen Charles de Gaulle, für den man 5 Zonen benötigt. Innerhalb von Paris kommt man mit der Metro wirklich schnell zu den schönsten Punkten. Einfach einmal informieren und dann vor Ort buchen:


http://booking.parisinfo.com/paris-visite
http://booking.parisinfo.com/parislib
www.parispass.de/


Wer ein Restaurant in der Nähe sucht findet hier eine gute Auswahl mit Bewertungen (gibt es auch als APP für das Smartphone):

www.tripadvisor.de