Sonntag, Februar 05, 2017

Ellmau, Wilder Kaiser, Österreich, 01.-05.02.2017

Daten:

Ort:           Ellmau, Wilder Kaiser, Österreich
Datum:     01.02. bis 05.02.2017
Airline:     Auto
Hotel:        Stay2Munich *** / Brenneralm ****

Bericht:

Zwischen den Weihnachts- und den Faschingsferien ist die ideale Zeit für eine langes Wochenende in den Bergen. Nachdem wir uns im letzten Jahr für eine langes Wochenende auf einer sehr schönen Alm im Pitztal entscheiden hatten wählten wir in diesem Jahr eine Alm im Skigebiet Wilder Kaiser. Das größte Skigebiet Österreichs liegt nur ca. 1 Stunde südlich von München und bietet mit 284 km Pisten und 90 Bergbahnen reichlich Abwechslung und Pistenvergnügen.
Unsere Reise ging bereits am Mittwoch nach der Arbeit los. Für die Zwischenübernachtung hatten wir uns das Hotel Stay2Munich, südlich von München in Brunnthal, ausgesucht. Das Hotel liegt ideal für eine Weiterfahrt in den Süden, gleich in der Nähe von 2 Autobahnen. Wichtig für uns war neben einer 24-Stunden geöffneten Rezeption ein gutes kostenloses Frühstücksbuffet für den Start in den nächsten Tag und kostenlose Parkplätze direkt vor dem Hotel. Die Zimmer waren sehr schön und modern eingerichtet mit angenehmen Betten. Das Hotel können wir sehr gut Weiterempfehlen.

Am nächsten Morgen ging es dann staufrei über die A93 bis Kiefersfelden und die restlichen 24 km über die österreichischen Bundesstraßen nach Ellmau. Eine Vignette benötigt man bereits ab der Grenze für die Autobahnen, selbst für die 6 km Autobahn A12 bis Kufstein Süd. In Ellmau kauften wir dann noch schnell etwas ein für unsere Ferienwohnung und dann führte uns die Straße Hausberg den Astberg hinauf bis zur Brenneralm. Da die Straße nur teilweise geräumt wird und zudem dreimal die Skipiste überquert benötigt man vor allem für die letzten 2-3 Kilometer unbedingt Schneeketten. In der Alm konnten wir dann bereits gegen 11 Uhr unser Appartement beziehen und anschließend fuhren wir dann über die rote Abfahrt nach Ellmau zur Liftstation, um uns einen Skipass zu kaufen. Ab 12 Uhr gibt es eine 2,5 Tageskarte für 118,50 €.

Bei sonnigem Wetter hatten wir an den Hängen von Scheffau tolle Abfahrten. Die Wartezeiten an den Liften sind sehr gering, da es sehr viele verschiedene Liften und Abfahrten in dem großen Skigebiet gibt. Die meisten Abfahrten sind einfach bis  mittelschwer und somit auch für Anfänger geeignet. Sehr positiv empfanden wir auch die Anzahl an gemütlichen Skihütten mit teils toller Aussicht und sehr leckerem günstigen Essen. Die Skipisten waren vielfach durch Schneekanonen unterstützt in einem super Zustand. Nach einigen sehr schönen Abfahrten ging es dann zurück zum Astberg, an dem unsere Brenneralm liegt. Am Astberg sind eher ältere Liftanlagen und auch nicht so schöne Abfahrten wie im übrigen Skigebiet.

Am Abend packten wir unsere Snowboards dann in den Skiraum, welcher gleich gegenüber der Sauna und wenige Meter von unserem Appartement Scheffauer im EG entfernt liegt. Leider hat der Skiraum keine Heizung für die Skischuhe, ansonsten ist er gut ausgestattet. Die Sauna bietet Platz für maximal sechs Personen und kann von außen programmiert werden. Große Handtücher gibt es im Saunaraum ebenso wie eine Dusche, nur einen Ruheraum gibt es nicht. Da die Zimmer ja nur wenige Schritte entfernt liegen macht dies nichts.

Am nächsten Morgen gab es dann in einem Frühstücksbeutel an unserer Tür frische Brötchen, die allerdings wohl auch nur von der Alm aufgebacken wurden. Den Brötchenservice kann man am Vorabend bestellen. Wir hatten den Service nur am ersten Tag genutzt und anschließend dann eigene Brötchen in dem Ofen unserer voll ausgestatteten Küche aufgebacken.

Insgesamt hatte uns das Skigebiet mit seinen überwiegend sehr schönen Pisten, tollen Aussichten auf die umliegende Bergwelt und gemütlichen Almen sehr gut gefallen. Die Brenneralm bietet eine tolle Aussicht auf den Wilden Kaiser mit seinen 2344 m, ansonsten liegt uns die Alm jedoch zu weit abseits, als dass man beispielsweise auch mal mittags zur Hütte fahren könnte. Zudem ist der Tagespreis für das Appartement Scheffauer mit 229 €/ Nacht ziemlich teuer, da der Preis ohne Verpflegung und ohne die Endreinigung und Ortstaxe ist. Zum Wilden Kaiser kommen wir aber sicher noch einmal für ein langes Wochenende wieder zurück. Allerdings suchen wir uns dann eher eine Übernachtung in Scheffau oder Brixen im Thale, von wo aus man ideal überall ins Skigebiet hinkommt.


Tipps & Links:

Das Skigebiet Wilder Kaiser befindet sich nahe der Grenze zu Deutschland und ist  mautfrei über die Bundesstraße 171 ab Autobahnabfahrt A93 Kiefersfelden zu erreichen. Leider gilt die Sonderregel nicht mehr, dass man über die österreichische Autobahn A12 bis Kufstein mautfrei fahren darf. Ab Kiefersfelden (Deutschland) sind es bis ins Skigebiet nach Ellmau aber nur 24 km. Wer für 8 km Autobahn lieber eine 10-Tages-Vignette für 8,60 € kaufen möchte kann dies natürlich auch machen.
Das größte Skigebiet Österreichs bietet mit seinen 284 Pistenkilometern und 90 Bergbahnen super viele Möglichkeiten und Abwechslung. Die Pisten wie auch die Hütten im Skigebiet sind spitze. Trotz einer eher niedrigen Höhe von 700 bis 1.800 m über dem Meeresspiegel waren die Pisten in einem überwiegend sehr guten Zustand, teilweise allerdings auch aufgrund des Einsatzes von Schneekanonen. Toll sind die vielen Verbindungsmöglichkeiten mit überwiegend modernen Sesselliften. So kann man von einem Ort zum nächsten über die Bergspitzen schaukeln. Mehr Informationen gibt es auf der Seite im Internet:

www.wilderkaiser.info


Die Brenneralm liegt eher am Rande des großen Skigebietes auf ca. 1.200 m Höhe an der roten Hausbergabfahrt des Astberges. Über Ellmau kann man die Hütte auch im Winter mit Schneeketten erreichen. Die Zufahrt zur Hütte ist überwiegend asphaltiert, allerdings muss man auch an drei Stellen die rote Hausbergabfahrt durch den Schnee kreuzen. In dem Haupthaus gibt es auf 2 Ebenen 6 großzügig eingerichtete Appartements mit 63 bis 204 m2 Wohnfläche. Die Ausstattung ist recht neu und modern. Besonders der Blick von dem Balkon auf den wilden Kaiser ist super. Die Zimmermieten pro Tag sind allerdings recht teuer und lohnen sich nur bei mehreren Personen. Aufgrund der nicht so günstigen Lage der Alm am Rand des Skigebiets mit der nicht so angenehm zu fahrenden Hausbergabfahrt empfanden wir die Preise für die Übernachtung als zu teuer.

www.brenneralm.at


Wir hatten auf dem Weg nach Österreich unterwegs noch übernachtet, da wir bereits am Mittwoch nach der Arbeit los gefahren waren. Damit wir am Donnerstagmorgen nicht in den Münchner Berufsverkehr kommen wählten wir ein Hotel im Süden von München im Stadtteil Brunnthal. Das Hotel Stay2Munich liegt ideal für eine Weiterfahrt in Richtung Süden zwischen den Autobahnen A99 und A8. Weiterhin gibt es eine 24 Stunden geöffnete Rezeption, gemütliche Zimmer sowie ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Kostenlose Parkplätze gibt es vor dem Hotel oder in der Tiefgarage. Für eine Zwischenübernachtung empfanden wir die Hotelwahl als ideal. Der Preis wurde durch einen 20€ Gutschein von Hotel.de auf 82 € die Nacht für 2 Personen inkl. Frühstücksbuffet reduziert.

www.stay2munich.de/de
www.hotel.de



Montag, September 26, 2016

Tauchen auf Cayo Largo del sur, Cuba, 21.-26.09.2016

Daten:

Ort:                   Cayo Largo del sur, Cuba
Datum:            21.09. bis .26.09-2016
Tauchbasis:    Marlin Marina Cayo Largo

Bericht:

Auf Cuba laufen einige Dinge etwas anders, darauf hat man sich als Tourist sicherlich auch eingestellt und so ist es auch beim Tauchen. Auf der Insel Cayo Largo gibt es nur eine staatliche Tauchbasis die sich am Hafen der Insel befindet. Informationen zu der Tauchbasis erhält man in den Hotels auf der Insel an dem Infostand von Cubatravel. In unserem Hotel, Sol Cayo Largo, konnten wir an dem Infostand auch direkt die Tauchgänge für den kommenden Tag buchen. Allerdings muss man immer die Tauchgänge vorab bezahlen. Wer den Rabatt für ein Tauchpaket von 10 Tauchgängen erhalten möchte muss sich also vorab festlegen, wie viele Tauchgänge man machen möchte. Die Bezahlung der fälligen 340 CUC (ca. 320 Euro) für 10 TG konnte problemlos mit meiner VISA-Card bei Cubatravel durchgeführt werden.  Wichtig, den Zahlbeleg muss man an der Tauchbasis später abgeben als Nachweis, dass man bereits bezahlt hat.

Am nächsten Morgen kam dann ein Minivan pünktlich um 8.10 Uhr zum Hotel und holte uns ab. Ein paar Tage später waren noch 4 Kanadier dabei und wir wurden dann sogar von einem kleinen Reisebus mit Abel abgeholt. Die Abholung findet immer um 8.10 Uhr statt. Da es das Frühstück ab 7.30 Uhr gibt konnte man vorher noch in Ruhe etwas essen. Die Fahrt vom Hotel zur Marina dauert nur ca. 7-8 Minuten. Dort angekommen zahlt man als erstes noch einmal, wenn man beispielsweise  Leihausrüstung benötigt oder noch nicht die Tauchgänge bezahlt hat. Es kommt jeden Tag eine Kassiererin der Marina. Ich hatte bis auf das Jacket meine eigene Ausrüstung dabei. Einen Tauchanzug braucht man bei den 30 Grad Wassertemperatur kaum, eine Short und Shirt reicht im Grunde schon aus. Ich hatte einen 3 mm Shorty dabei. Wer einen Neoprenanzug leihen möchte kann nur einen langen Anzug leihen, Shortys gibt es nicht! Für das Jacket musste ich täglich 4 CUC Leihgebühr bezahlen. Eine komplette Leihausrüstung kostet 10 CUC am Tag. Die Tauchflaschen mit 12 Litern haben meist INT-Anschlüsse, aber es gibt es auch welche mit einem DIN-Anschluss. Meinen Adapter brauchte ich also nicht. Die Leihausrüstung ist halbwegs ok, man muss hierbei erwähnen, dass man in Kuba nicht einfach Ausrüstung kaufen kann. Die Ausrüstung wird daher gut gewartet, aber es bleibt auch nicht aus, dass mal etwas nicht zu 100% ok ist. So war bei meinem Jacket der Notluftablass nicht in Funktion, die entsprechenden Seile fehlten um die Ventile auszulösen. Ich hatte auch einmal nach einem Nachttauchgang gefragt, aber leider gibt es auf der Tauchbasis keine Unterwasserlampen. So ist das nun einmal in Kuba – aber alles funktioniert doch meistens recht gut und vor allem geben sich viele der Menschen dort Mühe dass alles funktioniert. So war es zumindest bei den beiden Tauchguides Abel und Israel und auch der Crew auf dem Boot. Alle dort sind sehr freundlich und hilfsbereit.

Aber kommen wir zu den Tauchgängen. Die Tauchplätze werden alle mit dem Boot angefahren und liegen ca. 15-20 Minuten von der Marina entfernt. Entsprechend waren wir gegen 9 Uhr meistens bereits ins Wasser zum ersten Tauchgang gesprungen. In der Regel ist der erste Tauchgang der tiefere Tauchgang und es folgt ein Flacherer. Dies kann sich aber ändern, wenn Taucher ohne Advanced auf dem Boot  dabei sind. Dann ist der erste Tauchgang in der Gruppe eher nicht ganz so tief. Die Oberflächenpausen von ca. 1 Stunde verbringt man auf dem Boot und dann folgt der zweite Tauchgang. Die Tauchgänge hängen natürlich von dem Luftverbrauch in der Gruppe ab, aber meistens konnten wir um die 45 bis 60 Minuten unter Wasser verbringen. Vor den Tauchgängen gibt es ein sehr kurzes Briefing zum Tauchplatz und es werden die Tauchpaare eingeteilt. Ansonsten ist man mehr oder weniger auch sich selbst eingestellt. Das Zusammenbauen der Ausrüstung, Bodycheck vor dem Tauchgang ist jedem alleine überlassen, wobei bei Problemen immer Hilfe da ist. Die Divemaster prüfen auch immer vor dem Tauchgang, dass alle Flaschen geöffnet sind. Bei dem Springen in das Wasser wie auch am Ende vom Tauchgang hilft einem die Bootscrew.

Ich hatte 10 Tauchgänge auf Cayo Largo gemacht und war sehr zufrieden mit den Tauchgängen. Die Sicht war mit 15-20 m meist sehr gut und die Wassertemperatur mit 30 Grad (selbst in 29 m Tiefe!) wie eine Badewanne.

Besonders schön sind die flachen Tauchgänge bei den Plätzen Acuario I und III. Die großen Fischschwärme und die Ammenhaie sind im Zusammenspiel mit den schönen Korallen einfach super. Außerdem gibt es viele größere Zackenbarsche, Barrakudas, Langusten und Stachelrochen zu sehen.

Bei dem Tauchplatz La Corona hatten wir Glück und konnten einen Adlerrochen sowie einen Ammenhai beobachten. Das Riff startete allerdings sehr tief und man konnte daher leider anfangs nicht viel sehen. Später wurde es flacher aber es gab nur wenige Fische.

Beim Tauchplatz Las Cuberas konnten wir im flachen Wasser einen Adlerrochen aus kurzer Distanz verfolgen und hatten auch eine Schildkröte gesichtet. Ansonsten gab es hier viele Fische und auch Barrakudas.

Der Tauchplatz Montana ist tief und an der steil abfallenden Riffkante zogen 4 Adlerrochen an uns vorbei. Weiterhin gab es dort eine Schildkröte zu sehen. Ansonsten waren leider nicht allzu viele Fische zu sehen.

Der flache Tauchplatz Ballenatos bietet als Highlight viele große atlantische Tarpuns in nur ca. 5-7 m Tiefe direkt an den Felsen einer kleinen Insel. Ansonsten gibt es hier auch viele Fischschwärme mit Grunzern zu sehen sowie Zackenbarsche und schöne Korallenblöcke.

Ein super Tauchplatz ist auch Espondrilo. Hier gab es reichlich Fische zu sehen, Zackenbarsche, Barrakudas, Rotfeuerfische, Langusten und Fischschwärme. In einer kleinen Höhlen entdeckten wir einen großen Krebs. Manchmal schlafen hier auch Ammenhaie. Eine Schildkröte zum Abschluss rundete das Erlebnis ab.

Nach den beiden Tauchgängen geht es mit dem Boot wieder zurück zur Marina. Wer möchte kann nach dem Tauchen noch auf dem Boot einen Hummer oder Fisch für 10 CUC essen. Die Crew besteht aus 2 Mann, wobei einer nebenbei auch der Koch ist. Da wir im Hotel All Inclusive gebucht hatten verzichteten wir jedoch auf das Angebot. Alle Kubaner versuchen durch den Tourismus ein paar CUC dazu zu verdienen. Das normale Gehalt vom Staat ist nun einmal sehr gering.

An der Marina gibt es zwei Waschbecken für das Waschen der Ausrüstung. Zum Trocknen werden alle Sachen in einen gesicherten Raum gehangen. Anschließend wartet man noch kurz auf den Transfer, der einen wieder zum Hotel bringt. Meistens waren wir gegen 12.30 bis 13.30 Uhr wieder am Hotel zurück.

Abschließend möchte ich mich noch einmal bei den beiden sehr freundlichen Guides Abel und Israel bedanken. Die beiden sind immer freundlich und machen einen guten Job. Unter Wasser sind die Tauchgänge ruhig und ohne Stress. Man hat immer ausreichend Zeit zum Filmen oder Fotografieren. Ich hatte Abel zum Abschluss eine LED-Unterwasserlampe geschenkt. Die Kanadier schenkten ihm ein Tauchermesser. Die Freude war unglaublich, da es diese Dinge auf Kuba nicht einfach zu kaufen gibt. Vielleicht gibt es beim nächsten Urlaub auf Kuba ja dann auch die Möglichkeit einen Nachtauchgang durchzuführen.


Tipps & Links:

Die Tauchbasis auf Cayo Largo ist wie die meisten Einrichtungen staatlich. Im Internet sind Informationen nicht einfach zu finden und die Webseiten gibt es teilweise auch noch gar nicht so lange, aber es gibt sie. Auf der Seite von dem Hafen auf Cayo Largo gibt es unter „Buceo“ (= Tauchen auf Spanisch) sogar eine aktuelle Preisliste. Für weitere Auskünfte kann man auch eine E-Mail schreiben, die in der Regel auch spätestens nach ein paar Tagen beantwortet wird:

nauticamarlin.tur.cu


Informationen über die einzige Tauchbasis der Insel Cayo Largo sowie grundsätzlich viele  Informationen über das Tauchen findet man auf der Seite taucher.net. Hier wird von Tauchern für Taucher berichtet und werden auch die Basen bewertet. Die staatliche Tauchbasis auf Cayo Largo mit Berichten gibt es direkt hier:

taucher.net


Viele Informationen über Cayo Largo erhält man auch über die Internetseite von Cuba4Travel & Cuba-Diving. Hier werden aber nur die Leistungen über den Reiseveranstalter vermittelt. Die Informationen auf der Seite sind aber sehr umfangreich:

www.cuba-diving.de


Das Ministerium für Tourismus in Kuba hat auch eine eigene Internetseite und diese bietet ebenfalls viele allgemeine Informationen zu Kuba und ist zudem auch noch auf Deutsch:

www.cubatravel.tur.cu



Sonntag, Juli 17, 2016

Bollendorf, Südeifel, Deutschland, 15.-17.07.2016

Daten:

Ort:          Bollendorf, Südeifel, Deutschland
Datum:    15.07. bis 17.07.2016
Airline:    Auto
Hotel:      Hotel Burg Bollendorf ***

Bericht:

Für eine schöne Wanderung muss man nicht immer bis in die Alpen fahren. Für uns liegt der Naturpark Südeifel, der an Luxemburg und Belgien angrenzt, gerade einmal 180 km entfernt.  Mitten in diesem sehr schönen Gebiet hatten wir uns das  Dorf Bollendorf an dem Fluss Sauer als Ziel ausgesucht. Das Hotel Burg Bollendorf  ist in der Hotelliste von dem Gutscheinanbieter Holidayplus enthalten und so wurden wir über unsere noch bis Ende dieses Jahres gültigen Gutscheine auf genau dieses Hotel aufmerksam. Wir hatten Glück und unsere Anfrage 3 Wochen vor Anreise wurde positiv vom Hotel mit einem freien Doppelzimmer bestätig. Die Hotelgutsacheine werden natürlich nicht bei hoher Auslastung angenommen, von daher muss man schon etwas flexibel sein bei der Hotel- oder Wochenendauswahl.
Die Gutscheine hatten wir bei Jochen Schweizer gekauft und dort auf der Seite kann man diese auch einlösen. Das Gute bei diesen Gutscheinen ist, dass man eine Übernachtung im Doppelzimmer fast geschenkt bekommt (nur die Kosten für den Gutschein sind zu zahlen) und dann im Hotel das Frühstück und Abendmenü kostenpflichtig konsumieren muss. Bei dem Hotel Burg Bollendorf kostet die Verpflegung 42,50 € je Person und Nacht für ein sehr gutes Frühstücksbuffet und ein ausgezeichnetes 4-Gänge Menü am Abend.

Die Burg Bollendorf liegt etwas oberhalb von der Hauptstraße vor dem Dorfzentrum  entlang der Sauer und bietet seinen Gästen in verschiedenen Häusern Zimmer. Wir hatten ein schönes großes Doppelzimmer im oberen Geschoss des Haupthauses. Das Zimmer war sehr ordentlich und sauber und recht groß. Die Ausstattung ist sicherlich schon ein paar Jahre alt, passt aber gut zum Stile der Burg und zudem war alles in Ordnung. Der gewendelte Treppenaufgang zu unserem Zimmer ist von 1632. Besonders gut hat uns der Burginnenhof mit dem Restaurantbereich gefallen. Hier kann man im Sommer gemütlich draußen sitzen und die hervorragende Küche der Burg genießen. Die Getränkepreise zum Abendessen sind moderat, für einen halben Liter trockenen Riesling bezahlt man 8,20 Euro, für eine große Flasche Wasser 3,80 Euro. Im 1. Obergeschoss des Haupthauses gibt es einen Aufenthaltsraum mit Kühlschrank, aus dem man sich bedienen kann. Für die entnommenen Getränke füllt man einfach einen Zettel aus, so dass die Getränke zum Abschluss auf die Rechnung kommen. Hier kostet die 1 Liter Flasche Sprudel 2,20 Euro und 0,5 Liter Bier 2,40 Euro. Das Frühstück wird im Haupthaus in 2 verschiedenen Speiseräumen als Buffet angeboten. Die Auswahl war sehr gut und von guter Qualität. Auffällig war eine große Auswahl an Müslis, bzw. Hülsenfrüchten.

Kommen wir zu den Wandermöglichkeiten in Bollendorf. Direkt von dem Hotel aus kann man verschiedene Felsentouren unternehmen. Wir hatten uns für die wohl bekannteste und auch sehr schöne Tour durch die grüne Hölle entschieden. Zu dieser Tour gibt es einen Audio-Wanderführer von Lauschtour. Über einen kostenlos im Hotel auszuleihenden IPod kann man an 10 verschiedenen Stellen während der Tour interessante Informationen von Einheimischen hören. Die Audioberichte sind professionell erstellt und wirklich spannend aufgemacht. Anhand von Symbolen auf Bäumen während der Wanderung erkennt man die jeweiligen Stellen, an denen es einen Bericht gibt. Die Dauer von jeweils 2-6 Minuten ist gut gewählt und vermittelt dem Hörer eine ausreichend dosierte Information über den jeweiligen Platz.
Vom Hotel Burg Bollendorf wandert man zunächst der Sauer entlang bis zum Dorfzentrum mit der Touristeninformation (hier kann man den IPod für 4 Euro ebenfalls ausleihen) und von dort aus dann den Berg hinauf zum Waldhotel Sonnenberg. Hier beginnt dann der ca. 7 km lange Rundweg der mit 4 Stunden angegeben wird. Wir waren vom Hotel aus insgesamt ca. 12 km unterwegs und hatten mit einer Mittags- und Kaffeepause ca. 5-6 Stunden gebraucht. Bei der Wanderung gibt es keine Einkehrmöglichkeiten, von daher hatten wir uns beim Dorfmetzger und im Getränkemarkt vorab gut eingedeckt. Zum Abschluss der Runde bietet dann das Waldhotel Sonnenberg eine schöne Einkehrmöglichkeit. Während der Wanderung kommt man an sehr schönen Sandsteinfelsformationen vorbei. In der grünen Hölle steigt man dann durch enge Felsen über Stufen hinab. Die Wege durch den Wald sind überwiegend schattig und somit auch an heißen Sommertagen gut bewanderbar. Zwischendurch gibt es Aussichtspunkte mit einer tollen Fernsicht. Sehr spannend empfanden wir den Beitrag von Lauschtour zum Maria-Theresien-Stein. Insgesamt eine wirklich sehr zu empfehlende Rundwanderung.

Am Sonntag ging es dann in die ca. 10 km entfernt liegende Teufelsschlucht zum Wandern. In Ernzen wurde mit dem Naturparkzentrum Teufelsschlucht ein echter Touristenmagnet in der Gegend geschaffen. Dies liegt insbesondere an dem vorwiegend mit Kindern besuchten Dinosaurierpark und den vielen Spielmöglichkeiten auf dem direkten Parkgelände. Wir hatten uns für die große Wanderung der teuflischen Acht entschieden, die ca. 11 km lang ist. Auch zu dieser Tour gibt es eine Lauschtour die ebenfalls sehr zu empfehlen ist und sogar über eine App auf dem Smartphone kostenlos herunter geladen werden kann. Die Sandsteinfelsen in diesem Gebiet sind teilweise noch imposanter und der Weg schlängelt sich teilweise durch dichte Felsen, wo man hindurch kriechen muss. Neben den  Felsen, schönen Aussichtspunkten kommt man auch an den Irreler Wasserfällen vorbei. Auch bei dieser Tour sollte man ausreichend Proviant im Rucksack mitnehmen, da es am direkten Weg keine Einkehrmöglichkeiten gibt. Erst am Naturparkzentrum gibt es einen Kiosk mit Snacks und Getränken. Die Wanderung hatte uns ebenfalls sehr gut gefallen und kann für weniger motivierte Wanderer übrigens in der Länge auch auf 3,5 oder sogar 2 km nur durch die Teufelsschlicht reduziert werden.

Zum Abschluss unseres Wochenendes nutzen wir noch einen kleinen Abstecher nach Luxemburg in die schöne älteste Landesstadt Echternach. Die Altstadt ist wirklich sehr schön und bietet gute Möglichkeiten etwas zu trinken und zu essen. Ebenfalls kann man sogar sonntags in einem der beiden Supermärkte günstig Kaffee und andere Dinge einkaufen und vor der Rückfahrt über die Sauer sollte man auch das günstige Tanken nicht vergessen.


Tipps & Links:

Die Buchung des Hotelarrangements erfolgte über 2 Gutscheine von Jochen Schweizer aus der Gutscheinbox „Kurzurlaub“. Die Gutscheine sind eigentlich von Connex und können über deren Buchungssystem eingelöst werden. Da es bei Jochen Schweizer regelmäßig Gutscheincodes für 10 € oder 20 € gibt hatten wir letztlich für die reine Zimmerbuchung nur 10 €/ Nacht im DZ für 2 Personen bezahlt. Hinzu kommen der Mindestkonsum von Frühstück und Abendessen, was im Hotel Burg Bollendorf 12,50 € für das Frühstück und 30 € für das 4-Gänge Abendmenü je  Person und Nacht ausmachte. Einfach mal die Angebote und vielen Hotels in der Hotelliste durchsuchen oder gleich zur schönen Burg Bollendorf klicken:

www.burg-bollendorf.de
www.jochen-schweizer.de
www.connexgroup.net


In Bollendorf gibt es im Dorfzentrum die Touristen-Information von der Ferienregion Felsenland Südeifel. Alle Informationen sind auch auf der Internetseite abrufbar und die Prospekte stehen teilweise auch zum Download bereit.

www.felsenland-suedeifel.de


Die Teufelsschlucht ist wohl eine der bekanntesten Naturparkzentren im Naturpark Südeifel. Die Schlucht bietet ein großes Besucherzentrum mit Kiosks, Imbiss, Imkerei, Naturspielplatz, Verkauf von Souvenirs, Ausstellungsraum und vielem mehr. Zusätzlich wurde zu der natürlichen tollen Felsenlandschaft in der Umgebung ein Dinosaurierpark als Attraktion angelegt. Über 100 lebensgroße Rekonstruktionen von Urzeittieren sind in einem künstlich angelegten Parkgelände zu bestaunen. Eintritt für diesen Park kostet 9,50 €, die Teufelsschlucht ist als Naturwanderweg gratis zu bewandern. Übrigens gibt es von der Teufelsschlucht auch eine kostenlose App für das Smartphone mit den Wanderwegen und auch die Lauschtour kann man sich hier gratis installieren. Die App lohnt sich auf jeden Fall und die Lauschtour durch die Teufelsschlucht macht die Wanderung zur kleinen Bildungsreise.

www.teufelsschlucht.de
www.dinopark-teufelsschlucht.de


23 Rundwanderwege in den Naturparken Nord- und Südeifel sowie den angrenzenden Naturparken in Luxemburg sind detailliert im Natur-Wander-Park deluxe beschrieben.

www.naturwanderpark.eu


Lauschtour bietet Audio-Touren an, die einem viele spannende Einblicke in die Geschichte von Orten und interessantes Wissen über die Gegend in der man sich gerade befindet vermitteln. Um eine Lauschtour nutzen zu können benötigt man entweder einen iPod aus einer Touristeninformation, die solche Geräte für 4 Euro verleihen, oder man lädt sich die kostenlose App auf das eigene Smartphone und kann dann verschiedene kostenlose Lauschtouren installieren. Der Dinopark in der Teufelsschlucht beispielsweise kann kostenlos auf die App geladen werden. Die grüne Hölle in Bollendorf gibt es nur auf einem geliehenen iPod. Wir hatten übrigens in der Burg Bollendorf für unsere Wanderung durch die grüne Hölle ein kostenloses Gerät vom Hotel ausgeliehen. Es lohnt sich wirklich und die Berichte in den Touren sind spannend und professionell gestaltet.

www.lauschtour.de